Sri Lanka
Sri Lanka, ein Inselstaat in Südasien, ist bekannt für sein reiches kulturelles Erbe, seine abwechslungsreichen Landschaften und seine Tierwelt. Zu den Attraktionen zählen alte Tempel, unberührte Strände, üppige Teeplantagen und lebhafte Festivals. Die einzigartige Mischung der Kulturen, die herzliche Gastfreundschaft und die köstliche Küche machen das Land zu einem faszinierenden Reiseziel.
Bewässerungstanks (Vewa)
Das alte Sri Lanka verfügt über eine bedeutende hydraulische Zivilisation. Die zum Bau des Bewässerungssystems Sri Lankas verwendete Technologie ist unübertroffen.
Der Vewa (Bewässerungstank) und das Leben der alten Dorfbewohner waren und sind untrennbar miteinander verbunden. Wo in einem bestimmten Gebiet kein Vewa zu sehen war, gab es weder ein Reisfeld noch ein Dorf in der Nähe. Der Vewa deckte nicht nur den Wasser- und Bewässerungsbedarf der sri-lankischen Bevölkerung, sondern war auch die Quintessenz des großartigen und umfassenden kulturellen Ethos der alten Dorfbewohner. Die Nutzung der Bewässerungstanks und die damit verbundenen Wasser- und Landwirtschaftstraditionen wurden über Generationen weitergegeben und sind bis heute präsent.
Struktur
Tank Bund (Vew Bamma)
Der Vew Bamma besteht aus Erde, die gepresst und gestampft wird, um Stabilität zu gewährleisten. Früher wurden Tiere wie Ochsen und Ziegen mehrmals über Erdhaufen getrieben, um sie zu verdichten. Der Tank hält Wasser im Inneren.
Schleusentore (Sorowwa)
Schleusentore leiten Wasser zur Bewässerung in Reisfelder. Schleusentore bestehen aus zwei Teilen: Mada Sorowwa und Goda Sorowwa. Mada Sorowwa befindet sich am Boden des Beckens und leitet den dort angesammelten Schlamm ab. Goda Sorowwa leitet Wasser in die Reisfelder. Schleusentore lassen sich je nach verwendeter Technologie in zwei Kategorien unterteilen.
Grube/Turm (Bisokotuwa)
Besonders gelobt wird die Technologie, die beim Bau von Ventilschächten/Türmen in großen Bewässerungstanks zum Einsatz kommt. Der Bisokotuwa hat die Form eines Brunnens und besteht aus Granit. Er verfügt über ein ausgeklügeltes Wasserregulierungssystem namens „Mohola“, das die richtige Wassermenge zum richtigen Zeitpunkt freigibt.
Überzähliges Wehr (Pitavana)
Pitavana wurde gebaut, um den Tankwall bei starkem Regen durch die Ableitung von überschüssigem Wasser vor Schäden zu schützen. Das überschüssige Wasser fließt durch einen kleinen Bach namens „Van ela“. Das vom Überschusswehr abgelassene Wasser schadet den Reisfeldern nicht.
Steinauskleidung (Ralapanava)
Dabei handelt es sich um eine Auskleidung aus Granitstein, die an der Innenseite des Tankwalls angebracht ist, um eine Erosion durch die Wasserströmung zu verhindern.
Vew Thavalla
Schlamm und Ablagerungen werden im Vew Thavalla zurückgehalten und verhindern, dass sie in das Wasser des Bewässerungstanks gelangen. Im Vew Thavalla finden sich viele Bäume, Kletterpflanzen und Weinreben, die dazu beitragen, Schlamm und Ablagerungen zurückzuhalten.
Diyakata Pahana
Der Diyakata Pahana maß den Wasserstand des Vewa. War der Pegel zu hoch, wurden die Schleusentore geöffnet, um überschüssiges Wasser abzulassen. War der Pegel zu niedrig, wurde das Wasser nur eingeschränkt und sorgfältiger in die Reisfelder abgelassen.