Rückenschmerzen, Ischias

Rückenschmerzen, Ischias Rückenschmerzen, Ischias Rückenschmerzen, Ischias

Ayurveda-Name: Gradhrasi

Art der Erkrankung: Rückenschmerzen im Gesäß-, Oberschenkel- und Unterschenkelbereich. Der Patient hat Schwierigkeiten beim Gehen. Die Schmerzen hängen mit dem Ischiasnerv zusammen, der Teil des Nervensystems ist, das die Muskeln der Kniekehle und des Unterschenkels steuert und die Oberschenkelrückseite, einen Teil des Unterschenkels und die Fußsohle mit Empfindungen versorgt.

Krankheitsursachen: Nach der Ayurveda- Philosophie besteht der menschliche Körper aus drei Doshas – Vatha, Pitha und Kappha. Ein Ungleichgewicht dieser drei Doshas führt zu Erkrankungen. Ischias wird meist durch eine Zunahme oder Verschlimmerung des „Vatha-Doshas“ verursacht.

Praktisch gesehen werden das Gesäß sowie Teile der Oberschenkel und Beine vom Ischiasnerv versorgt. Druck auf den Ischiasnerv und Entzündungen in den umliegenden Bereichen des Ischiasnervs führen zu dieser Erkrankung. Eine Schädigung des Ischiasnervs verlangsamt oder verhindert die Reizleitung durch den Nerv. Dies führt auch zu Entzündungen in den umliegenden Bereichen.

Eine Schädigung des Ischiasnervs kann durch anstrengende Aktivitäten wie Gewichtheben oder übermäßigen kalten Wind verursacht werden. Auch ein Beckenbruch oder andere Traumata des Gesäßes oder der Oberschenkel können zu einer Schädigung des Ischiasnervs führen. Langes Sitzen oder Liegen mit Druck auf dem Gesäß kann ebenfalls zu einer Schädigung führen. Systemische Erkrankungen wie Diabetes können typischerweise viele verschiedene Nerven schädigen, darunter auch den Ischiasnerv. Der Ischiasnerv kann auch durch Druck von Tumoren oder Abszessen oder durch Blutungen im Becken geschädigt werden.

Spezifische Symptome:

  • Gefühlsveränderungen im Rücken, in der Wade oder in der Fußsohle
  • Taubheitsgefühl und verminderte Empfindung
  • Kribbeln und Brennen
  • Leichte oder starke Schmerzen
  • Abnorme Empfindungen
  • Schwäche des Knies oder Fußes, die zu Schwierigkeiten beim Gehen führt
  • Unfähigkeit, den Fuß zu bewegen (in schweren Fällen)
  • Unfähigkeit, das Knie zu beugen (in schweren Fällen)

Ayurveda -Behandlung:

Die Krankheit wird mit einer Kombination aus innerer Anwendung von Kräuterpillen, Kräuterabkochungen und Elixieren/Wein sowie äußerlicher Anwendung von Öl und heißen Umschlägen behandelt.

  1. Yogaraja Guggulu: Innerlich einzunehmende Kräuterpillen aus Guggulu-Harz (vom Camphora Mukul-Baum), 25 Kräutern und Ghee. Wirksam bei Schmerzen des Nervensystems. Dosierung: Zweimal täglich zwei Pillen.
  2. Dashamula Arishta: Ein fermentierter Kräuterelixier/Wein aus etwa 63 Kräutern, Pflaumen, Palmzucker, Honig und Wasser. Es wirkt entzündungshemmend und stärkt die Nerven. Dosierung: Zweimal täglich einen Esslöffel.
    Die zehn wichtigsten Kräuter:
    • Aswenna - Alysicarpus vaginalis
    • Polpala - Aerva lanata
    • Ela batu - Solanum melongena
    • Katuwel batu - Solanum xanthocarpum
    • Hin Nerenchi - Tribulus terristris
    • Thotila - Oroxylum indicum
    • Beli-Frucht - Aegle marmelos
    • Et demata - Gmelina arborea
    • Palol - Stereospermum suaveolens
    • Hin medi - Premna integrifolia
  3. Kräutersud: Frischer Kräutersud, der durch Kochen einer Mischung aus bis zu 20 Kräutern je nach Zustand des Patienten zubereitet wird, um Schmerzen zu lindern.
  4. Rizinusöl: Wird verschrieben, um Verstopfung vorzubeugen, die die Symptome verschlimmert. Wird innerlich mit Dekokten wegen seiner abführenden und Vatha-reduzierenden Eigenschaften angewendet.
  5. Sarshapadi-Öl: Äußerliche Anwendung auf schmerzenden Stellen. Dieses Öl wird aus Senföl, Kampfer und pflanzlichem Terpentin hergestellt.
  6. Heiße Umschläge: Auflegen warmer, in Tücher gewickelter Bündel (Bolus) aus Kräutern und Meersalz auf schmerzende Stellen. Fördert die Durchblutung, stärkt die Nerven und reduziert Vatha Dosha.

Aussicht auf Heilung:

Die Daten zeigen, dass die Krankheit bei den meisten Patienten innerhalb von etwa vier Behandlungswochen geheilt war. Bei fast allen Patienten kam es innerhalb von zwei bis drei Behandlungswochen zu einer Linderung der Symptome.

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